So startest du mit Linoldruck – dein erstes Set an Werkzeugen und Materialien

Entdecke die Freude am Drucken – kreativ, handgemacht und ganz einfach zu Hause
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Linoldruck ist der perfekte Einstieg in die Welt des künstlerischen Drucks. Mit nur wenigen Werkzeugen und Materialien kannst du eigene Motive gestalten und auf Papier oder Stoff drucken. Erfahre, was du für dein erstes Set brauchst und wie du Schritt für Schritt deinen ersten Druck anfertigst.
Adele Schäfer
Adele
Schäfer

So startest du mit Linoldruck – dein erstes Set an Werkzeugen und Materialien

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Linoldruck ist der perfekte Einstieg in die Welt des künstlerischen Drucks. Mit nur wenigen Werkzeugen und Materialien kannst du eigene Motive gestalten und auf Papier oder Stoff drucken. Erfahre, was du für dein erstes Set brauchst und wie du Schritt für Schritt deinen ersten Druck anfertigst.
Adele Schäfer
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Linoldruck ist eine der zugänglichsten und zugleich befriedigendsten Drucktechniken, die du als kreativer Einsteigerin ausprobieren kannst. Du brauchst kein großes Atelier oder teures Equipment – nur etwas Geduld, ein paar grundlegende Werkzeuge und Lust am Experimentieren. Mit Linoldruck kannst du Kunstposter, Grußkarten, Stoffdrucke oder Geschenkpapier gestalten. Hier erfährst du, wie du Schritt für Schritt loslegst und welche Materialien du für dein erstes Set benötigst.

Was ist Linoldruck?

Beim Linoldruck handelt es sich um ein Hochdruckverfahren, bei dem du ein Motiv in eine Linoleumplatte schneidest. Die herausgeschnittenen Bereiche bleiben im späteren Druck weiß (oder farblos), während die erhabenen Flächen die Farbe aufnehmen und auf das Papier übertragen. Die Technik ähnelt dem Holzschnitt, ist aber durch das weichere Material deutlich einfacher zu bearbeiten – ideal für Anfänger*innen.

Linoldruck verbindet handwerkliche Präzision mit künstlerischer Freiheit. Du kannst grafisch und detailreich arbeiten oder mit Strukturen und Farben experimentieren. Das Beste daran: Du siehst schnell Ergebnisse und lernst mit jedem Druck dazu.

Dein erstes Werkzeug-Set

Für den Anfang brauchst du kein komplettes Profi-Set. Ein kleines Grundsortiment reicht völlig aus, um deine ersten Drucke zu erstellen. Hier sind die wichtigsten Werkzeuge:

  • Linoleumplatte – dein „Druckträger“. Es gibt sie in verschiedenen Größen und Härtegraden. Für den Einstieg empfiehlt sich eine weichere Platte, die sich leichter schneiden lässt.
  • Schnitzwerkzeuge (Gouges) – kleine Handgriffe mit austauschbaren Klingen in unterschiedlichen Formen. Feine Klingen sind für Details, breite für größere Flächen geeignet.
  • Druckfarbe – spezielle Farbe für Hochdruckverfahren. Wasserbasierte Farben sind besonders anfängerfreundlich, da sie sich leicht reinigen lassen und geruchsarm sind.
  • Farbwalze (Brayer) – dient dazu, die Farbe gleichmäßig auf der Platte zu verteilen. Eine gute Walze sorgt für ein sauberes, gleichmäßiges Druckbild.
  • Druckpapier – wähle ein etwas dickeres, saugfähiges Papier, das die Farbe gut aufnimmt, ohne zu wellen. Experimentiere mit verschiedenen Oberflächenstrukturen.
  • Baren oder Löffel – wird verwendet, um die Rückseite des Papiers gleichmäßig zu reiben, wenn du ohne Druckpresse arbeitest.

Mit diesen wenigen Werkzeugen kannst du bereits deine ersten Drucke anfertigen und ein Gefühl für die Technik entwickeln.

Materialien und Vorbereitung

Bevor du loslegst, bereite deinen Arbeitsplatz gut vor. Decke den Tisch mit Zeitungspapier oder einer abwischbaren Unterlage ab und sorge für ausreichend Licht. Linoleum kann bei niedrigen Temperaturen etwas hart sein – lege es kurz auf die Heizung oder erwärme es mit einem Föhn, um es geschmeidiger zu machen.

Zeichne dein Motiv direkt auf die Platte oder übertrage es mit Transparentpapier. Denke daran, dass das Motiv im Druck spiegelverkehrt erscheint – besonders wichtig bei Schrift oder asymmetrischen Formen.

So entsteht dein erster Druck

  1. Motiv schneiden – beginne mit den großen Flächen und arbeite dich zu den Details vor. Schneide immer von dir weg und mit kontrollierten Bewegungen.
  2. Farbe ausrollen – gib eine kleine Menge Druckfarbe auf eine glatte Fläche (z. B. Glasplatte) und rolle sie gleichmäßig aus, bis die Walze dünn und gleichmäßig bedeckt ist.
  3. Farbe auftragen – rolle die Farbe über die Linoleumplatte, sodass nur die erhabenen Stellen eingefärbt werden.
  4. Papier auflegen – lege das Papier vorsichtig auf die Platte und reibe die Rückseite mit einem Baren oder Löffel in kreisenden Bewegungen.
  5. Papier abziehen – ziehe das Papier langsam ab und bestaune deinen ersten Druck!

Nach ein paar Probedrucken kannst du dein Motiv anpassen, Details hinzufügen oder mit verschiedenen Farben und Schichten experimentieren.

Tipps für Einsteiger*innen

  • Starte mit einfachen Motiven – Blätter, geometrische Formen oder Silhouetten eignen sich gut.
  • Schneide lieber zu wenig als zu viel – du kannst später immer noch mehr Material entfernen.
  • Reinige deine Werkzeuge nach jedem Gebrauch, damit sie lange halten.
  • Bewahre deine Druckplatten auf – du kannst sie mehrfach verwenden, auch mit neuen Farben.
  • Probiere verschiedene Papiersorten oder Stoffe aus, um unterschiedliche Effekte zu erzielen.

Wenn du weitergehen möchtest

Sobald du die Grundlagen beherrschst, kannst du dich an mehrfarbige Drucke, Schichtdrucke oder größere Formate wagen. Eine kleine Druckpresse sorgt für gleichmäßigere Ergebnisse, ist aber kein Muss. Viele Künstler*innen kombinieren Linoldruck auch mit Aquarell, Collage oder digitaler Nachbearbeitung.

Linoldruck ist eine Technik, die sowohl meditativ als auch kreativ herausfordernd sein kann – und sie bietet dir die wunderbare Möglichkeit, mit deinen eigenen Händen etwas Einzigartiges zu schaffen.

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